Pflege und Betreuung:

Wir arbeiten nach einem Leitbild - wir leben es. Das gelingt uns einmal besser und einmal schlechter. Aber das Leitbild und die Inhalte des Leitbildes sind jeder Mitarbeiterin und jedem Mitarbeiter (egal in welchem Bereich er/sie tätig ist) bekannt, das Führungsteam (alle Bereichsleitungen) und die Heimleitung sind auch sehr darum bemüht, die Inhalte dieses Leitbildes im Umgang mit den MitarbeiterInnen zu leben. Auch das gelingt uns einmal besser und einmal schlechter.

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Nun – wie leben wir dieses

Leitbild praktisch in der Pflege und Betreuung:

Bedürfnisorientierung:
Die Nachtvorbereitungen beginnen bei unseren BewohnerInnen im Pflegebereich erst zwischen 19.00 Uhr und
21.00 Uhr. Dadurch verkürzt sich die Nachtruhe und damit auch die Abstände der Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme, was auch einen wesentlichen pflegerischen Aspekt für die Versorgung von BewohnerInnen mit erhöhter nächtlicher Verwirrtheit darstellt.

• Die freie Arztwahl

• Als katholische Stiftung werden wir von einem Piaristen-Rektor seelsorgerisch betreut. Er liest zwei Mal wöchentlich eine Messe, hält Betstunden für verstorbene BewohnerInnen und nimmt aktiv am Geschehen im Haus teil (Geburtstagsfeiern, Feiern im Jahreskreis). Auch hier liegt es im Entscheidungsbereich des Bewohners, ob er am religiösen Leben teilhaben möchte oder nicht. Bewohner, die die Messe aus physischen Gründen nicht mehr mitfeiern können, werden so in das kirchliche Leben eingebunden: zu ihnen kommt jeweils nach der Messe ein(e) ehrenamtliche(r) Mitarbeiter(in) in Funktion einer Pastoralassistenz und bringt die Hl. Kommunion.

• Die Feiern im Jahreskreis – die Teilnahme daran wird grundsätzlich jedem Menschen bei uns ermöglicht – sofern es sein physischer Zustand zulässt. Wir akzeptieren aber auch gerne Menschen, die nicht mitfeiern möchten oder können: Wir besuchen diese BewohnerInnen dann in ihren Zimmern (Heimleiter, Pflegedienstleitung, mindestens ein Mitglied des Führungsteams). Würden auch die Besuche abgelehnt werden, würde auch das respektiert werden.

Betreuung: Neben den Feiern im Jahreskreis gibt es Singrunden, Koch- und Backrunden, Würfelpokerrunden, Kartenspielrunden, Gedächtnistraining, Gymnastik, Ausflüge, tägliche Spaziergänge, Schülerdarbietungen etc., Fernsehnachmittage, Verkaufsschauen (meistens von Textilfirmen), uvm.

Gäste:Jeder Gast ist bei uns wirklich jederzeit willkommen – es gibt in unserer Einrichtung selbstverständlich keine „Besuchszeiten“. Besucher integrieren sich dadurch natürlich in die Betreuung, die Aufrechterhaltung des sozialen Umfeldes wird dadurch für unsere BewohnerInnen und deren Angehörige und Freunde sehr erleichtert. Es entstehen oftmals innige Freundschaften.

Unsere Küche: kocht neben Normalkost, Diabetikerkost und Schonkost je nach Wunsch. Das heißt – es gibt einen Speiseplan, individuellen Wünschen sind jedoch keine Grenzen gesetzt! Selbstverständlich wird ein Geburtstagskind mit seiner Lieblingsspeise überrascht!

Beim Frühstück achten wir darauf, dass die Schlafgewohnheiten beibehalten werden können und bieten Frühstück von 07.30 Uhr bis 10.00 Uhr, auf einer Station gibt es ein Frühstücksbüffet. Das heißt – wer möchte und kann, frühstückt im Speisesaal, wer nicht möchte, in den jeweiligen Aufenthaltsräumen zu seiner Zeit.

Abendessen gibt es im Stephansheim um 17.30 Uhr, auch hier wieder unter Berücksichtigung der individuellen Wünsche.

• Der Abschied von seiner gewohnten Umgebung ist für einen Menschen schon schwer genug, oftmals ist dieser Abschied ja auch mit der Veränderung seines sozialen Umfeldes verbunden (Nachbarn können nicht mehr täglich schnell vorbeischauen, Freunde laden nicht mehr spontan auf einen Kaffee). Wenn dann noch der Abschied vom Mittelpunkt seiner Zuwendung kommt, ist ein Mensch oftmals verzweifelt. Daher können Menschen, die zu uns ins Stephansheim kommen, ihre Haustiere mitnehmen – egal ob sie als Besucher kommen oder als BewohnerIn! Wir haben mittlerweile einen kleinen Zoo: Vögel, Katzen, Hunde, ... – Der Aspekt des Da-Heim wird dadurch unterstrichen, das Stephansheim unterscheidet sich durch diese Möglichkeit deutlich von anderen Institutionen (Krankenhaus etc.)!

• Wir haben den Friseurraum, der jahrelang im Erdgeschoß war, in das 1. OG – eben näher zu den Pflegebedürftigen - verlegt. Dadurch ersparen wir unseren Hochbetagten (und unserem Personal) mühsame Manipulationen, um in diesen Raum zu gelangen. Übrigens – die Friseurin kommt 1 x wöchentlich und je nach individueller Vereinbarung!

• Zu uns kommt eine Kosmetikerin zur Maniküre und Pediküre – alle zwei Wochen und wiederum je nach individueller Vereinbarung.

Obige Beispiele sind selbstverständlich nicht vollständig, sie sollen lediglich unsere Tätigkeit mit unseren Hochbetagten mit und durch das Leitbild verdeutlichen.


 

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